Forststadt Tharandt

Tharandt an der Wilden Weißeritz

Das am Ost­rand des Tha­rand­ter Wal­des idyl­lisch inmit­ten von auf­ra­gen­den Höhen gele­ge­ne Städt­chen ist nicht nur bei Aus­flüg­lern der nähe­ren Umge­bung sehr beliebt. Immer mehr erfreut sich der Ort an der Wil­den Wei­ße­ritz bun­des­wei­ter Bekannt­heit, weil man von hier her­vor­ra­gend sei­ne Tou­ren in den sehr gut erschlos­se­nen Tha­rand­ter Forst begin­nen kann.

Über 200 km Rad- und Wan­der­we­ge sowie mehr als 100 km Reit­weg war­ten dar­auf erkun­det zu wer­den. Über Tha­randt – ein­ge­bet­tet in sat­tes Grün – befin­det sich die Burg­rui­ne. Von hier aus hat man einen fan­tas­ti­schen Blick auf die Stadt und die Berg­kir­che.

Mit dem Mei­ler­fest wird eine alte Tra­di­ti­on wie­der leben­dig. Jedes Jahr im Früh­jahr wird der Mei­ler ent­zün­det. Was vor­mals als Lehr­ver­an­stal­tung für Stu­den­ten dien­te, zieht heu­te zahl­rei­che Schau­lus­ti­ge an. Mit musi­ka­li­scher Unter­hal­tung und Spiel­an­ge­bo­ten für Kin­der wird das Fest zum fröh­li­chen Bei­sam­men­sein für die gan­ze Fami­lie.

Johann Heinrich Cotta

Aber nicht nur Wald und Burg lockt Besu­cher aus nah und fern. Ein Spa­zier­gang durch den Forst­bo­ta­ni­schen Gar­ten, der mit sei­ner Arten­viel­falt und Lage besticht, ist immer ein beson­de­res Erleb­nis. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren wur­de er um das Nord­ame­ri­ka­ni­sche Revier erwei­tert.

Nach­hal­tig beein­fluss­te Johann Hein­rich Cot­ta die Geschich­te Tha­randts, als er 1811 eine pri­va­te Forst­schu­le hier­her ver­leg­te. Aus die­ser Schu­le ent­stand 1816 die „König­lich Säch­si­sche Forst­aka­de­mie“. Sie gehört heu­te der TU-Dres­den an.

Johann Heinrich Cotta
Johann Hein­rich Cot­ta

Geschichtliches von Tharandt

Als der Ort am Fuße des Burg­ber­ges 1609 Stadt- und Markt­recht erhielt, wohn­ten ca. 500 Ein­woh­ner – meist Hand­wer­ker – hier. Bis in das 18. Jahr­hun­dert trug es den Namen Gra­na­ten und wur­de erst dann in Tha­randt umbe­nannt.

Im Jahr 1792 wur­de eine schwe­fel­hal­ti­ge Quel­le ent­deckt und kurz dar­auf die „Hein­richs­quel­le“. Das Was­ser von bei­den wur­de ver­mischt und ein Bade­haus eröff­net. War Tha­randt vor­her ein ver­hält­nis­mä­ßig unbe­kann­ter Ort, so wur­de er danach als Bade- und Kur­ort bekannt. Eini­ge berühm­te Per­sön­lich­kei­ten weil­ten hier – vor allem Künst­ler. So soll Johann Wolf­gang von Goe­the unter den Bade­gäs­ten gewe­sen sein und Fried­rich Schil­ler ein Zim­mer in einem Gast­hof am Markt bewohnt haben, wo er an „Don Car­los“ gear­bei­tet hat. Eini­gen Malern der Roman­tik hat­te es Tha­randt und sei­ne idyl­li­sche Umge­bung beson­ders ange­tan. Cas­par David Fried­rich, Lud­wig Rich­ter und Johann Chris­ti­an Klen­gel sind nur eini­ge Ver­tre­ter, die dem Städt­chen einen Besuch abstat­te­ten.

Burg Tharandt

Die Burg in Tha­randt wur­de im 13. Jahr­hun­dert durch den Mark­gra­fen von Mei­ßen gegrün­det. Von hier aus erfolg­te die Erschlie­ßung des Tha­rand­ter Wal­des. Sie wur­de als Jagd­sitz genutzt.

Im 15. Jahr­hun­dert erfolg­ten durch Arnold von West­fa­len, bekannt als Bau­meis­ter der Albrechts­burg in Mei­ßen, umfang­rei­che Umbau­ten. Durch die Her­zo­gin Zde­na (Sido­nie) wur­de die Burg als Wit­wen­sitz genutzt. 1568 wird das Ende besie­gelt. Ein Blitz zer­stört sie. Kur­fürst August von Sach­sen gab als Eigen­tü­mer die Burg auf. Das Gebäu­de wur­de zum Abbruch frei­ge­ge­ben.

Nütz­li­che Tei­le des Baus wur­den im neu­en Jagd­schloss von Gril­len­burg ein­ge­setzt, wel­ches der Kur­fürst fort­an für Jagd­auf­ent­hal­te bevor­zug­te. So sind heu­te nur noch Mau­er­res­te übrig, die hoch über der Wei­ße­ritz thro­nen. Enga­gier­te Bur­gen­freun­de set­zen sich für den Erhalt der geschichts­träch­ti­gen Stei­ne ein.

Die Bergkirche

Im Bereich der ehe­ma­li­gen Unter­burg wur­de von 1626 – 29 die Berg­kir­che „Zum Hei­li­gen Kreuz“ errich­tet. 1631 erfolg­te – nach­dem die Glo­cke erfolg­reich ein­ge­hängt war – die Kirch­wei­he.

Bevorstehende Veranstaltungen an diesem Ort

Meilerfestes