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Erzgebirgische Dorfgeschichten

Historisch-kritischen Ausgabe von Karl Mays Erzgebirgische Dorfgeschichten

PR Karl May Museum

Am Beginn sei­ner schrift­stel­le­ri­schen Lauf­bahn ver­such­te sich Karl May noch nicht als Autor exo­ti­scher Rei­se­er­zäh­lun­gen, son­dern schrieb vor allem Gedich­te, Humo­res­ken und erz­ge­bir­gi­sche Dorf­ge­schich­ten. Ins­be­son­de­re die letz­te­ren schätz­te er sein gan­zes Leben lang sehr und ver­an­lass­te viel­fäl­ti­ge Nach­dru­cke in Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten. So ver­wun­dert es nicht, dass er 1903 dar­an ging, die gelun­gens­ten die­ser Erzäh­lun­gen in einem Sam­mel­band her­aus­zu­brin­gen, dem er den Unter­ti­tel „Karl Mays Erst­lings­wer­ke“ gab. Die­se „Erz­ge­bir­gi­sche Dorf­ge­schich­ten“ (KMW V.9) sind der neu­es­te Band im Rah­men der His­to­risch-kri­ti­schen Ausgabe.

Er ist zugleich einer der umfang­reichs­ten, weil im edi­to­ri­schen Bericht die vie­len Nach­dru­cke ein­zel­ner Erzäh­lun­gen mit ihren biblio­gra­fi­schen Daten und Vari­an­ten nach­zu­wei­sen waren. Die bei­den Erzäh­lun­gen „Der Duka­ten­hof“ und „Ver­gel­tung“ (ursprüng­lich „Der Wald­kö­nig“) sind ver­mut­lich die zu Mays Leb­zei­ten meist­ver­öf­fent­lich­ten sei­ner Wer­ke und stel­len span­nen­de und in der Hand­lungs­ent­wick­lung beson­ders gelun­ge­ne Dorf­ge­schich­ten dar.

Als May den Band 1903 ver­öf­fent­lich­te, war ihm auch dar­an gele­gen, sein seit der Jahr­hun­dert­wen­de ent­ste­hen­des sym­bo­lisch-alle­go­ri­sches Spät­werk in einen orga­ni­schen Zusam­men­hang mit sei­nen frü­he­ren Wer­ken zu brin­gen. So ver­öf­fent­lich­te er in den „Erz­ge­bir­gi­schen Dorf­ge­schich­ten“ auch zwei neu ver­fass­te Erzäh­lun­gen, „Son­nen­schein­chen“ und „Das Geld­männ­le“, die ganz den Geist sei­nes Spät­werks atmen.

Bear­bei­ter des Ban­des: Joa­chim Biermann

Her­aus­ge­ber des Ban­des: Gun­nar Sperveslage