Welttag des Briefeschreibens

Mit Gänsekiel und Büttenpapier: Festung Königstein feiert Welttag des Briefeschreibens

Foto: Maria Pretzschner

Ein Akti­ons­tag auf der his­to­ri­schen Berg­fes­tung in der Säch­si­schen Schweiz lädt zur Wie­der­ent­de­ckung der Brief­kul­tur ein.

Königstein/Sächsische Schweiz, 27. August 2021 (tpr) – Am 1. Sep­tem­ber ist Welt­tag des Brie­fe­schrei­bens. Die Fes­tung König­stein betei­ligt sich mit einem bun­ten Mit­mach­pro­gramm rund um die bedroh­te Kul­tur­tech­nik. Einen Nach­mit­tag lang kön­nen Besu­cher mit beson­de­ren Mate­ria­li­en gestal­te­te hand­schrift­li­che Grü­ße an ihre Liebs­ten versenden.

Die Idee für einen Tag des Brie­fe­schrei­bens hat­te der aus­tra­li­sche Autor Richard Simp­kin. Am 1. Sep­tem­ber 2014 wur­de die­ser Tag erst­mals began­gen. Sein Anlie­gen ist sim­pel: Wenigs­tens ein­mal im Jahr soll­ten Men­schen einen hand­ge­schrie­be­nen Brief versenden.

Die Fes­tung König­stein betei­ligt sich erst­ma­lig an dem Welt­tag. Mit einem Gän­se­kiel auf ech­tem Büt­ten­pa­pier schrei­ben, auf einer ein­hun­dert Jah­re alten Dru­cker­pres­se eine Ansichts­kar­te dru­cken, einen deko­ra­ti­ven Brief­um­schlag selbst her­stel­len, Kar­ten bunt aus­ma­len, rät­seln, bas­teln: Bei den Mit­mach­ak­tio­nen kön­nen Kin­der, Jugend­li­che und Erwach­se­ne krea­tiv wer­den und dabei die Schön­heit der Hand­schrift wie­der­ent­de­cken. Auch his­to­ri­sche, in Süt­ter­lin beschrie­be­ne Post­kar­ten wer­den vorgestellt.

Alles Selbst­ge­stal­te­te kann direkt von der Berg­fes­tung in die Welt geschickt wer­den. Für einen schnel­len Gruß lie­gen vor­fran­kier­te Gra­tis­post­kar­ten aus. Der Post­dienst­leis­ter Post Modern hat­te im Juli eine Brief­mar­ken­se­rie mit attrak­ti­ven Moti­ven der his­to­ri­schen Wehr­an­la­ge prä­sen­tiert. Für den Akti­ons­tag stellt er einen mobi­len Brief­kas­ten auf.

Die Mit­ma­ch­an­ge­bo­te zum „Tag des Brie­fe­schrei­bens“ fin­den von 12 bis 16 Uhr auf der Wie­se zwi­schen der Gar­ni­sons­kir­che und dem Pul­ver­ma­ga­zin statt. Sie sind im Fes­tungs­ein­tritt inklu­si­ve. Bei Regen­wet­ter wird die Akti­on in die Mag­da­le­nen­burg verlegt.

Für den Besuch gel­ten die Hygie­ne­vor­schrif­ten der säch­si­schen Coro­na-Schutz-Ver­ord­nung. Aktu­el­le Hin­wei­se gibt die Fes­tung auf ihrer Web­site www.festung-koenigstein.de