Der Ausdruck „Besenschänke“ oder „Straußwirtschaft“ entstammt der traditionellen Weinkultur in den deutschsprachigen Weinbaugebieten und geht auf jahrhundertealte Bräuche zurück.
Herkunft der Begriffe Besenschänke oder Straußwirtschaft
Die Bezeichnung „Straußwirtschaft“ leitet sich vom Strauß oder Buschen ab – einem Zweig oder Kranz aus Reben oder Blumen, der an der Tür oder am Haus angebracht wurde, um auf den Ausschank saisonal erzeugten Weins hinzuweisen.
Der Begriff „Besenschänke“, hier diente ein Besen als Zeichen, dass eine vorübergehende Weinstube geöffnet ist. Solche Saisonbetriebe werden als „Besenwirtschaften“ oder einfach „Besen“ bezeichnet.
Rechtlicher Hintergrund
Straußwirtschaften und Besenschänken basieren auf einer gesetzlichen Regelung im deutschen Weinrecht (§ 3 GastG). Ihr Betrieb ist ausschließlich Winzern gestattet, die ihren eigenen Wein ausschenken. Die Öffnungszeiten sind zeitlich begrenzt und umfassen meist bis zu vier Monate im Jahr. Das Speiseangebot bleibt traditionell einfach und umfasst häufig regionale Spezialitäten.