Ehemaliges Zisterzienserkloster & romantischer Landschaftspark
Das Kloster Altzella entwickelte sich seit seiner Stiftung im Jahre 1162 zu einem der bedeutendsten Klöster. Es wurde zum Zentrum von Bildung in Mitteldeutschland. Der Zisterzienserorden übernahm den Aufbau und die Unterhaltung des Klosters. Noch heute sind die Einfachheit und das bauliche Können an Gebäuden und Ruinen sichtbar.
Mit der Reformation 1540 wurde es aufgelöst, und der Besitz ging an die sächsischen Landesherren. Erst im 18. Jhd. erinnerten sich die sächsischen Kurfürsten an ihre Vorfahren. Sie ließen ein Mausoleum auf der Grabstätte ihrer Ahnen errichten. Dieses wurde im klassizistischen Stil beendet.
Der Landschaftspark inspirierte Maler der Romantik
Zeitgleich um 1800 entstand der romantische Landschaftspark. Er bezog Mausoleum und Klosterruinen kunstvoll in die natürliche Parkanlage ein. Berühmte Maler der Romantik wie Ludwig Richter und Caspar David Friedrich fanden hier Motive und Inspiration für ihre Werke.
Kloster und Park heute
Heute informieren Ausstellungen über die Baugeschichte des Klosters. Auch der Orden der Zisterzienser und der Alltag im Mittelalter werden behandelt. Eine multimediale Station zum „Sachsenspiegel“, der im Kloster entstanden sein soll, ermöglicht das interaktive Kennenlernen der Rechtspraxis im Mittelalter. Im östlichen Teil erstreckt sich der Klosterpark. Er lädt zum Spazieren und Entdecken romantischer Motive ein. Seit einigen Jahren wird auch der Kräutergarten wieder fachmännisch betreut. Workshops und Seminare, die das Wissen und die natürliche Heilkunde vermitteln, beleben ihn.
Den Klosterpark erleben:
- Führungen (nur auf Anfrage), öffentliche Sonderführungen
- Museumspädagogische Angebote
- Rundgangs-App mit dem Hofgärtner durch den Klosterpark
- Caféteria & Museumsshop
