Das Lingnerschloss zählt zu den bekanntesten Bauwerken am Dresdner Elbhang und bildet das mittlere der drei Elbschlösser in Loschwitz. Errichtet wurde es zwischen 1850 und 1853 als Villa Stockhausen.
Von 1906 bis 1916 war Karl August Lingner Eigentümer des Anwesens, dem das Schloss seinen heutigen Namen verdankt. Er ließ die Innenräume durch den Architekten Wilhelm Kreis umgestalten und eine Kabinenseilbahn anlegen. Lingners letzte Ruhestätte befindet sich im Mausoleum am Fuß des Berghangs.
Nach seinem Tod vermachte Karl August Lingner das Schloss mit Park der Stadt Dresden als Erholungsstätte für die Öffentlichkeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Gebäude zunächst als Studentenwohnheim der Arbeiter- und Bauernfakultät. In den Jahren 1956 und 1957 wurde es unter Wahrung seiner äußeren Gestalt für den „Dresdner Klub“, den Dresdner Klub der Intelligenz, umgebaut. Heute wird das Schloss nach historischen Plänen rekonstruiert und schrittweise wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
www.lingnerschloss.de

entnommen aus „Historischer Wanderleitfaden – Dresdner Stadtspaziergänge“
