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Dresden Plauen

Grüner Stadtteil von Dresden – beliebtes Wohnviertel

Als Plau­en 1206 zum ers­ten Mal unter dem Namen „Pla­we“ in einer Urkun­de erwähnt wur­de, war von rasan­ter Ent­wick­lung, wie sie in spä­te­ren Jahr­hun­der­ten ein­set­zen soll­te, noch kei­ne Spur. Alles begann mit einem klei­nen Rund­lings­dorf, in dem weni­ge Bau­ern­fa­mi­li­en sie­del­ten. Der his­to­ri­sche Dorf­kern von Plau­en ist heu­te mit Erhal­tungs­sat­zung geschützt und befin­det sich an der Hof­müh­len­stra­ße.

Mit Ein­set­zen der Indus­tria­li­sie­rung in der zwei­ten Hälf­te des 19. Jahr­hun­derts ent­wi­ckel­te sich Plau­en zur präch­ti­gen Dresd­ner Vor­stadt­ge­mein­de. Rund um die Wei­ße­ritz ent­stan­den neue Fir­men, etwas ent­fernt davon präch­ti­ge Vil­len. Die bekann­tes­ten Unter­neh­men waren die Blech­wa­ren­fa­brik Anton Rei­che, die Bie­nert-Müh­le und die Braue­rei Plau­en­scher Lager­kel­ler. Mit Bau der Eisen­bahn­tras­se erhielt Plau­en 1855 einen eige­nen Anschluss. 1903 wur­de der Vor­ort nach Dres­den ein­ge­mein­det.

Von den Bom­ben­an­grif­fen auf Dres­den auch betrof­fen, gelang es in den nach­fol­gen­den Jahr­zehn­ten nicht, an frü­he­re Glanz­zei­ten des Stadt­tei­les anzu­knüp­fen. Die Alt­bau­sub­stanz wur­de, wie in ganz Dres­den, ver­nach­läs­sigt und zer­fiel zuse­hens.

Besucht man Dres­den-Plau­en heu­te, zeigt sich ein ganz ande­res Gesicht. Die Häu­ser und Vil­len sind größ­ten­teils saniert, zum Teil wur­de neu gebaut. Viel Grün rund um den Hohen Stein, den Fich­te­park, aber auch in Grund­stü­cken und am Stra­ßen­saum durch­zieht den Dresd­ner Stadt­teil. Plau­en ist wie­der ein belieb­tes Wohn­vier­tel. 2007 wur­de der ers­te Abschnitt des Bie­nert-Wan­der­we­ges ent­lang des Wei­ße­ritz­grün­zu­ges eröff­net. Er beginnt am Wei­ße­rit­zu­fer hin­ter der Bien­ertmüh­le und führt bis zum Felsenkeller.

Das ehem. Rathaus von Dresden-Plauen

Wie­der war es Bie­nert, der der Gemein­de Plau­en das Grund­stück für den Bau des Rat­hau­ses schenk­te. Ent­wor­fen wur­de das präch­ti­ge Gebäu­de im Renais­sance­stil von den Archi­tek­ten Los­sow & Vieh­we­ger, die u.a. auch die Gar­ni­si­onkir­che in der Albert­stadt, den Mül­ler­brun­nen und die Auf­er­ste­hungs­kir­che in Plau­en ent­war­fen. Rei­che Ver­zie­run­gen an der Fas­sa­de und im Innen­be­reich zie­ren das Bauwerk.

1893 erfolg­te die Grund­stein­le­gung und 1894 die fei­er­li­che Ein­wei­hung. Neben dem Gemein­de­rat nutz­te auch die Poli­zei, das Stan­des­amt, die Kran­ken­kas­se und die Biblio­thek das Gebäu­de. Nur vol­le acht Jah­re, näm­lich bis zur Ein­ge­mein­dung Plau­ens nach Dres­den im 1903, wur­de es tat­säch­lich als Rat­haus genutzt. Heu­te befin­det sich hier das Orts­amt Plauen.

Dresden Plauen

F.-C.-Weiskopf-Platz
01187 Dresden OT Plauen

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